Deutschland Aufenthalt planen

Einreise

EU-Studierende sind zu einem Aufenthalt bis zu 3 Monate berechtigt (mit Personalausweis/Reisepass).

Da man aber als EU-Student*in länger als 3 Monate in Deutschland wohnen wird, muss man bei der Fremdenbehörde innerhalb der ersten 4 Monate nach der Einreise eine Anmeldebescheinigung beantragen.  

Folgende Unterlagen sind vorzuzeigen (Kopien und Original):

  • Antragsformular
  • Personalausweis/Reisepass
  • Immatrikulationsbestätigung der Hochschule
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel
  • eine gültige Krankenversicherung (Carte européenne d'assurance maladie)

Krankenversicherung

Luxemburger Studierende können einen Nachweis einer "alle Risiken abdeckenden Krankenversicherung" vorzeigen (Carte européenne d’assurance maladie), deshalb sind sie automatisch in Deutschland versichert und brauchen keine Versicherung in Deutschland abzuschließen.  

Wenden Sie sich stets an einen Kassenarzt, weil dann die Kosten zwischen österreichischer und luxemburgischer Krankenkasse beglichen werden und kein Geld vorausbezahlt werden muss. Falls ein Arzt die Europäische Versicherungskarte nicht anerkennen sollte, zahlen Sie die Arztrechnung und versuchen Sie dann entweder in Deutschland oder bei der luxemburgischen Krankenkasse eine Rückerstattung zu erhalten.

Wussten Sie?

  • Die Kosten jeder nicht in Luxemburg anerkannten medizinischen Behandlung werden nicht zurückerstattet auch wenn sie in Deutschland durchgeführt wurde (z.B. Osteopathie, Naturopathie…).
  • Die luxemburgische CNS erstattet die Ausgaben für Behandlungen wie z.B. Physiotherapie im Ausland nur bei vorheriger Bestätigung zur Kostenübernahme.

Unterkunft

Viele Studierende wohnen eher in einem Wohnheim oder in Privatunterkünften als in Campusunterkünften. Die meisten Unterkünfte kann man im Internet finden, doch auch durch Zeitungen oder Mietagenturen (Achtung: mit Kosten verbunden) können Studierende Wohnungen finden. Desweiteren kann man auch bei den Luxemburger Studentenkreisen in Deutschland nachfragen.

Hier verschiedene Möglichkeiten Unterkünfte zu finden:

  • Wohnungen vom Luxemburger Staat (Aachen, Bonn, Freiburg, Kaiserslautern, Karslruhe, Saarbrücken)
  • Facebook
  • Studierendenwohnheime
  • Wohngemeinschaften
  • Luxemburger Studentenclubs in Aachen (AVL), im Berlin (VLIB), in Bingen (LSB), in Bonn (ALESONTIA), in Düsseldorf (LSD), in Frankfurt (LSRM); in Freiburg (SLUF); in Hamburg (LSHH), in Heidelberg (LSH), in Kaiserslautern (LSK), in Karlsruhe (AELK), in Köln (LSC), in München (LSM), in Saarbrücken (LSS), in Trier (LST) und in Würzburg (LSWü)
  • Tageszeitungen
  • Mietagenturen (mit Kosten verbunden)

Wohnungssuche übers Studentenwerk

Wer sich für einen Platz in einem Wohnheim anmelden möchte, wo der luxemburgische Staat über kein Benutzungsrecht verfügt, wendet sich direkt an das Studentenwerk seines Studienortes. Die Webseiten der Studentenwerke informieren über Wohnplatzangebote, Anmeldefristen und -bedingungen. Es ist wichtig, sich frühzeitig um einen Wohnheimplatz zu bemühen, da es stets viele Interessenten gibt.

Wohngemeinschaften (WGs)

Wer nicht ins Wohnheim ziehen möchte oder dort kein Zimmer findet, muss sich auf dem freien Wohnungsmarkt umsehen. Wohngemeinschaften zählen in Deutschland zur beliebtesten Wohnform. Das Prinzip ist einfach: Mehrere Personen teilen sich eine Wohnung. Jeder hat dabei ein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden gemeinschaftlich genutzt. Anfallende Kosten wie Miete, Strom oder Internet werden geteilt. Ein Zimmer in einer WG ist zwar teurer als in einem Studentenwohnheim, aber immer noch recht günstig. Studierende zahlen durchschnittlich 280 Euro pro Monat dafür.

Privat Wohnen

Wer lieber alleine wohnt, kann sich auch eine eigene Wohnung nehmen. Es gibt spezielle Internetseiten die nützlich sind. Man kann sich auch an verschiedene Immobilienagenturen wenden und die Wohninserate in den Zeitungen lesen.

Informationen sind auch über die luxemburgischen Studentenvereinigungen (ACEL) erhältlich.

Kosten

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten für Studierende in Deutschland hängen natürlich von vieles ab: Lebensstil, Stadt, Wohngemeinschaft, Studierendenwohnheim, privat oder öffentliche Universität, ... Der Durchschnitt liegt aber bei ungefähr 950,00 € pro Monat.

Studienbeihilfen

Neben der staatlichen Studienbeihilfe (Stipendien und Darlehen) könnten folgende Stipendien angefragt werden:  

Studentenjob & Praktikum

Ausländische Studierende aus EU-oder EWR Staaten können in Deutschland auch ohne Arbeitserlaubnis arbeiten. Die Studentenwerke vor Ort sind bei der Jobsuche behilflich.

Bedingungen für Studenten mit eigenem Einkommen

Einkünfte aus Studentenjobs von bis zu 10 Stunden/Woche und aus Ferienjobs werden bei der Berechnung des Sozialstipendiums nicht berücksichtigt. Alle anderen dem Studierenden während des laufenden Studienjahres zur Verfügung stehenden Einkünfte werden dem Gesamteinkommen des Haushalts hinzugerechnet. Sie können sich auf die Höhe des Sozialstipendiums auswirken. Studierende, die ein eigenes Gesamteinkommen haben, das über dem sozialen Mindestlohn für nicht qualifizierte Arbeitnehmer (1.998,59€) liegt, können die Studienbeihilfe nur in Darlehensform beziehen.

Studierende, deren eigenes Gesamteinkommen mehr als das 3,5-Fache (6.995,06€) des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt, haben keinen Anspruch auf Studienbeihilfe.

In Deutschland verlangen viele Universitäten und Fachhochschulen Vorpraktika um in verschiedenen Studiengänge angenommen zu werden. 
Praktika können allerdings während des Studiums obligatorisch sein, hängen aber von den Bestimmungen der jeweiligen Hochschulen ab,  was Inhalt und Dauer anbetrifft.

Studentenleben

Studieren in Deutschland bietet vielseitige Möglichkeiten und ist äusserst interessant: nicht nur von den Studienmöglichkeiten her, sondern auch vom kulturellen und menschlichen Aspekt.

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